Capoeira

Capoeira, eine tänzerische Form der Selbstverteidigung, wurde vor ca. 300 Jahren von afrikanischen Sklaven entwickelt. Tanz war schon immer ein wesentlicher Bestandteil der afrikanischen Kultur und um ihr Bemühen, sich gegen ihre Herren verteidigen zu wollen, nicht offensichtlich werden zu lassen, entwickelten sie vornehmlich Beintechniken, die aus akrobatischen Tanzbewegungen wie z.b. Überschlägen und Handständen, ausgeführt werden. Als die brasilianischen Sklavenhalter die Entwicklung dieses Stiles entdeckten, stellten sie dessen Ausübung im 18. Jahrhundert unter Strafe. Einen offiziellen Status erlangte Capoeira erst 1928, als es als Sportart anerkannt wurde. Seit 1972 wird es in seinem Heimatland staatlich gefördert und verbreitet sich seitdem über die ganze Welt.